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Haut-, Allergie- und Laserzentrum
Aesthetische Medizin
Oulustraße 20
51375 Leverkusen-Schlebusch

Weißer Hautkrebs

Jedes Jahr erkranken in Deutschland weit über 100.000 Menschen an den Formen des „weißen Hautkrebs“. Damit ist diese Gruppe von Tumoren die weitaus häufigste Tumorform, weit vor Brustkrebs und Prostatakrebs oder anderen Karzinomen.

Aktinische Keratosen (Praekanzerosen, Carcinoma in situ) werden als chronische Erkrankung und als potentielle Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms eingeschätzt. Man geht davon aus, dass bis zu 10% der Aktinischen Praekanzerosen unbehandelt in ein Plattenepithelkarzinom übergehen, letzterer Tumor kann zu einem geringen Prozentsatz streuen (metastasieren) und im Einzelfall auch tödlich enden.

Die aktinischen Keratosen zeichnen sich dadurch aus, dass ein Nebeneinander von sichtbaren und anfangs noch unsichtbaren Hautveränderungen besteht. Typisch ist eine besonders im Stirn- und Glatzenbereich flächig, meist fühlbar raue Haut mit verstärkter Schuppung. Diese sogenannten Keratosen treten aber auch am Nasenrücken, den Schläfen und den Ohren und im Decolletébereich auf.

Dies alles sind Lokalisationen, die im Laufe der Lebensjahre oft unbewusst zu viel UV-Licht ausgesetzt sind. Es liegen also keine Einzelherde oder Läsionen vor, sondern ein flächiges Tumorgeschehen mit entsprechendem Therapiebedarf. Dies bezeichnet man als Feldkanzerisierung. Vergleichen kann man dies mit dem Beispiel eines Eisberges. Ein kleines Stück (die aktinische Keratose) ragt aus dem Wasser, aber auch unter der Haut- bzw. Wasseroberfläche ist es gefährlich, wie das Beispiel der Titanic gezeigt hat.

Patienten mit einer Feldkanzerisierung sind nicht nur prädisponiert für die Entwicklung weiterer aktinischer Keratosen, sondern haben auch ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Melanomen (schwarzer Hautkrebs).

Man geht derzeit davon aus, dass bei über 60-jährigen Patienten mindestens jeder zweite Patient solche flächigen (oft nicht erkannten) Keratosen hat, bei den über 70-jährigen Patienten findet man diese Feldkanzerisierung bei den meisten Patienten.