Haut-, Allergie- und Laserzentrum, Aesthetische Medizin | Ludger Ueberhorst | Dr. med. Kirsten Ciré | Leverkusen | Tel. 0214 / 26 000 49-0|info@derma-lev.de

Dermatologie – Balneo-Photo-Therapie

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Dermatologie – Balneo-Photo-Therapie

Balneo-Photo-Therapie

Balneo-Photo-Therapie für Köln, Düsseldorf, Leverkusen, Bergisch Gladbach und Umgebung

Durchwahl der Ambulante Balneophototherapie: 0214 – 26 000 49 – 10
(Unter den Durchwahl-Nummern können leider keine allgemeinen Termine vergeben oder Auskünfte erteilt werden.)

Das „Tote Meer“ im Rheinland

Es ist eine Erfahrung seit Jahrhunderten: Bestimmte klimatische Bedingungen haben eine positive Wirkung auf chronische Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis. Aufenthalte an der Nord- oder Ostsee, im Hochgebirge und natürlich am Toten wie am Roten Meer sind sehr beliebte Urlaubsziele von Patienten mit Psoriasis. Kliniken in diesen Gegenden nutzen die therapeutische Wirkung von Sonne und Salzwasser, andere Kliniken versuchen diese Bedingungen künstlich nachzuahmen.

Die Balneophototherapie ahmt die günstigen Bedingungen einer Klimatherapie am Toten Meer nach. Bei über 80% der Patienten mit Schuppenflechte kann eine Abheilung der Hautveränderungen und Stabilisierung des Krankheitsbildes erzielt werden.

Der Vorteil dieser ambulanten Maßnahmen ist der Verbleib des Patienten in der Familie und am Arbeitsplatz sowie die Einsparung eines teuren stationären Klinikaufenthalts.

Weiterhin kann in vielen Fällen auf die Gabe starker und nebenwirkungsbelastender Mittel wie Metothrexat (MTX) oder der sog. Biologicals verzichtet werden.
Nur ein geringer Anteil der Patienten, die eine Balneophototherapie erhalten, erzielt keine nachhaltige Verbesserung und benötigt anschließend die genannten innerlichen Medikamente.

In unserer Praxis haben wir lange Erfahrung mit dieser Therapie und bereits ab 1996 am bundesweiten wissenschaftlichen Erprobungsmodell ‚ambulante Balneophototherapie‘ der Universitätshautklinik Kiel über mehrere Jahre teilgenommen.

Zentrum für Balneo-Photo-Therapie

Unsere Abteilung für Balneo-Photo-Therapie verfügt über modernste Therapieeinheiten und Klimatechnik.

Unser Zentrum im 1. Stockwerk (unter den Praxisräumlichkeiten im 2. OG) ist mit mehreren hochmodernen beheizten Badewannen sowie über das Netzwerk gesteuerten Ganzkörper- und Teilkörperbestrahlungsgeräten für UV-B-311 nm und UV-A ausgestattet.

Hier können die sogenannten ‚Totes-Meer-Behandlungen‘ in 25%-iger Sole mit anschließender UV-B-311 Bestrahlung und die Balneo-PUVA-Therapie durchgeführt werden. Die Räumlichkeiten sind klimatisiert.

Starksolebäder mit UV-B-311 Lichttherapie

20-minütige Folienbäder in 25%-iger Salzlösung und anschließender Lichtbestrahlung mit UV-B-311 nm für den gesamten Körper.

Balneo-PUVA-Therapie

20-minütige Folienbäder mit 8-Methoxypsoralen und anschließender Lichtbestrahlung mit UV-A für den gesamten Körper.
Besonders die Bade-PUVA-Behandlung wird auch bei Fällen einer schweren Neurodermitis und anderen ausgeprägten Hautkrankheiten durchgeführt (Kostenübernahme in diesen Fällen nur über die Privatkasse, GKV gf. über Antrag).

Psoralen ist der Grundkörper einer Gruppe von Naturstoffen, die in den ätherischen Ölen verschiedener Pflanzen vorkommen. Es kommt in der asiatischen Hülsenfrucht Psoralea corylifolia und in mehr als 20 Pflanzenarten wie Limonen, Angelika (Engelwurz) und Nelke vor (Quelle: Wikipedia).
Der Wirkstoff des Präparates Meladinine® soll ein Extrakt aus der Knorpelmöhre sein.

Teikörperbehandlungen

20-minütiges Bad für Hände und/oder Füße mit 8-Methoxypsoralen und anschließender Teilkörperbestrahlung mit UV-A für Hände und Füße.

Farbstoff-Laser

Behandlungen / Nachbehandlungen intensiver oder hartnäckiger Einzelherde mit dem lang gepulsten Farbstofflaser (595 nm). Diese Behandlung wird üblicherweise nur von Seiten der Privatkassen bzw. Beihilfe übernommen.

Gesetzliche Regelungen

Von den gesetzlichen Krankenkassen wird die Balneo-Photo-Therapie komplett übernommen. Es sind keine Zuzahlungen zu leisten. Ein Zyklus dauert bis zu 35 Sitzungen, eine erneute Behandlung kann frühestens ein halbes Jahr später erfolgen.
Die Behandlungen sollen regelmäßig an drei bis fünf Tagen in der Woche erfolgen.

Voraussetzung für die Teilnahme ist nach den aktuellen Richtlinien, dass der Arzt einen PASI-Score von 10 und höher festgestellt hat.

Der PASI-Score (Psoriasis Area and Severity Index) ist ein Index, der zur Ermittlung des Schweregrades der Psoriasis-Erkrankung dient. Er baut auf der Ausdehnung sowie dem Schweregrad der Erkrankung anhand der Rötung und Schuppung sowie der Dicke der Plaques auf.

Eine Ausnahme gilt für die Psoriasis an Händen und Füßen, bei dieser sogenannten palmoplantaren Psoriasis entfällt der Einsatz des PASI.

Durchführung der Therapie

Die Richtlinie schreibt Vollbäder vor, sofern nicht eine reine Behandlung der Hände und Füße erfolgt.

Um bei Vollbädern Rohstoffe und Energie zu sparen, arbeiten die Hautärzte üblicherweise mit Folienbädern. Bei der Behandlung liegt der Patient in einer mit 37° warmen Leitungswasser gefüllten Badewanne. Er ist allseitig von einer Folie umhüllt in die ca. 4 Liter Therapielösung gegossen wurde. In dieser Therapielösung ist ca. ein Kilogramm Spezialsalz gelöst, so dass sich eine Starksole von ca. 25% ergibt, ähnlich der Konzentration im Toten Meer. Bei der Bade-PUVA-Therapie enthält die umgebende Badelösung Psoralen. Während des Badens wird über die Hautoberfläche Therapielösung aufgenommen.

Nach dem Baden trocknet sich der Patient ab und erhält seine individuelle Lichtdosis aus dem UV-B-311- oder UV-A- Spektrum.

Die Dosis wird über einen Steuerungscomputer geregelt, der die Belichtung abschaltet, wenn die vorgegebene Lichtdosis erreicht ist. Steuerelemente messen kontinuierlich die Lichtdosis. so dass Temperatur und Alter der Röhren und somit die Leistungsabgabe der Röhren automatisch berücksichtigt werden.

In der Balneo-Photo-Therapie werden, im Gegensatz zu üblichen Solarien und der natürlichen Sonne,  gezielte und reproduzierbare Lichtdosen eingesetzt.

Die Belichtungsdosis wird entsprechend Hauttyp und individueller Verträglichkeit langsam gesteigert.

Eine Besserung des Hautzustandes ist meist schon nach einer Behandlungszeit von 1-2 Wochen erkennbar.

Für die an Schuppenflechte erkrankten Patienten ist der Deutsche Psoriasis Bund e.V. ein kompetenter Ansprechpartner.

Kontakt: 040 – 22 33 99 – 0
Seewartenstraße 10, 20459 Hamburg
Psoriasis-Bund.de